Christus spricht: Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben.

Johannesevangelium 10,11

Swingende Bläsermusik begeistert

Allgemeine Kirchenmusiktage in Witten


Am Ende gab es überall zufriedene Gesichter: Organisation und Durchführung der diesjährigen Allgemeinen Kirchenmusiktage der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in Witten dürfen getrost als sehr gelungen bezeichnet werden.
110 Blechbläserinnen und Blechbläser sowie 15 Gitarrenspielerinnen und Gitarrenspieler nahmen an der gesamtkirchlichen Veranstaltung teil.
Ein Werkstattkonzert und der große Abschlussgottesdienst vermittelten auch den Zuhörenden einen begeisternden Eindruck von der musikalischen Arbeit der viertägigen Veranstaltung.

"Swingende Bläsermusik", dieses Stichwort bezeichnet einen seit Jahren nachhaltigen Trend in der Bläserarbeit der deutschen evangelischen Kirchen. Beschwingte und moderne Rhythmen erweitern die Musik der Posaunenchöre in Deutschland und begeistern sowohl Bläserinnen und Bläser als auch die Zuhörenden.
Für diesen Trend steht die junge Komponistengeneration in den Kirchen Deutschlands, von denen der Kantor Traugott Fünfgeld (Offenburg), Jahrgang 1971, einer der bekanntesten ist. Für die Blechbläserinnen und Blechbläser aus verschiedenen Posaunenchören der SELK, für die Posaunenchöre der Kreuzgemeinde der SELK und der benachbarten evangelischen Johanniskirchengemeinde in Witten war es ein außergewöhnliches Erlebnis, mit einem bundesweit bekannten Komponisten dessen eigene Kompositionen einzustudieren.

Fünfgeld war so der "Magnet" der gesamten Veranstaltung. In einer offenen und sehr herzlichen Atmosphäre zwischen Dirigent und Chor fand eine vorzügliche musikalische Arbeit statt, deren musikalische Ergebnisse alle Zuhörenden ebenso begeisterten. "Da ist ein Funke der Begeisterung übergesprungen", so Gäste der Veranstaltung.
Der Komponist merkte an, dass er während seines Einsatzes in Witten immer wieder viel vom Chor zurückbekommen habe - durch dessen intensive Mitarbeit bei der musikalischen Umsetzung seiner Impulse. Auch die "herzliche Gastfreundschaft der Wittener Gastgeber" erwähnte er lobend. "Während der Allgemeinen Kirchenmusiktage wehte ein besonderer Geist", so Fünfgeld im Abschlussgottesdienst.

Mit den Allgemeinen Kirchenmusiktagen feierte der Posaunenchor der gastgebenden Wittener Kreuzgemeinde zugleich seinen 111. Geburtstag. Anlass genug, dem ehemaligen Posaunenchorleiter der 1970er- und 1980er- Jahre, Klaus Stein, für seinen treuen Dienst zu danken. Er ist seinem Posaunenchor weiterhin als Tubist treu geblieben. Des Weiteren dankte die Kreuzgemeinde ihrer amtierenden Posaunenchorleiterin, Barbara Schorling, die seit den 1990er-Jahren eine intensive Nachwuchsarbeit betreibt. Frucht dieser jahrelangen Bemühungen ist, dass der Posaunenchor der Kreuzgemeinde heute einen wichtigen Teil der Wittener Jugendarbeit ausmacht. Der Posaunenchor der Kreuzgemeinde hat ein Durchschnittsalter von etwa 18 Jahren.

Zuletzt dankte SELK-Kirchenmusikdirektorin Kantorin i.R. Regina Fehling (Knüllwald-Rengshausen) allen Musikerinnen und Musikern für ihren Einsatz während der Kirchenmusiktage; sie hätten die zurückliegenden Tage zu einem ganz besonderen Erlebnis gemacht. Zugleich verabschiedete sich Kantorin Fehling als Vorsitzende des Amtes für Kirchenmusik der SELK und dankte für alle Unterstützung während der zurückliegenden Jahre.