Christus spricht: Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben.

Johannesevangelium 10,11
Aus der Festschrift zum 100jährigen Jubliäum (1996):

Bläserkreis der Kreuzgemeinde Witten

Von Uli Schneider


So alt wie die Kreuzgemeinde selber ist der Posaunenchor, der sich seit den 1980er Jahren "Bläserkreis" nennt. Sein 100jähriges Jubiläum wurde schon am 4. und 5. Mai 1996 in Witten mit dem Sprengel-Bläserfest gefeiert.

In der ersten Zeit nach dem Krieg hat sich der früh verstorbene Kirchenvorsteher Adalbert Granz verdient gemacht. Mit trotz aller Schwierigkeiten nie versiegendem Elan hat er den Posaunenchor bis 1976 zu beachtlichen musikalischen Erfolgen geführt. Unvergessen sind seine "Bläsersonntage" in und mit der Gemeinde.

Nach 40jähriger Zugehörigkeit zum Posaunenchor, davon 15 Jahre als Chorleiter, gab er im Oktober 1976 den Taktstock in jüngere Hände. Seitdem leitet das "Eigengewächs" der Kreuzgemeinde, Klaus Stein, den Chor. Unter seiner Leitung bliesen zum ersten Mal in der Geschichte der Gemeinde auch Mädchen mit, die - aus der Orff-Arbeit erwachsen - wie selbstverständlich mitmusizierten.

Zeitweilig hatte der Bläserkreis eine beachtliche Stärke gehabt. Durch Sterbefälle, durch Wegzug oder auch durch Lustlosigkeit oder Überlastung in Studium wie Beruf ist die Chorstärke immer wieder zurückgegangen. Aber nie war es so, dass der Bläserkreis nicht spielfähig gewesen wäre, ob am frühen Weihnachtsmorgen im Martin-Luther-Seniorenheim oder am frühen Ostermorgen auf dem Friedhof. Selbst bei größter Kälte spielen unsere Bläser so, dass es einem "warm" ums Herz wird.

Schön und mächtig klingt es in der Kreuzkirche, wenn in Festgottesdiensten oder in Abendmusiken der Bläserkreis allein oder mit dem Orff-, Flöten- und Instrumentalkreis musiziert: "Lobt Gott in seinem Heiligtum, lobt ihn mit Posaunen, lobt ihn mit Pauken und Reigen, lobt ihn mit Saiten und Pfeifen!" (Psalm 150)