Tote essen auch Nutella

„Weisst du, wenn du bei den Erwachsenen bist und da redest, dann musst du von unseren Bildern erzählen, damit die auch wissen, wie das ist, wenn man tot geht. Die haben ja nicht immer so viel Zeit, da können die ja auch nicht über alles nachdenken.“ Den guten Rat des zehnjährigen Frederik galt es zu beherzigen.

Die Theologieprofessorin an der Evangelischen Hochschule in Nürnberg hat über Jahre Kinder Bilder zum Thema Tod und Trauer malen lassen. Die eigenen Vorstellungen vom Tod zu finden und dann auch noch zu visualisieren, das war für viele Kinder gar nicht so einfach. Martina Plieth konnte mit kleinen Tricks die kreativen Köpfe zu ihren ganz individuellen und eindrücklichen Bildern vom Tod begleiten. Entstanden ist daraus die Ausstellung „Tote essen auch Nutella“, die für sieben Wochen in der Kreuzkirche zu sehen ist.

Der Ausstellungseröffnung ging eine Schulung von 15 ehrenamtlichen Mitarbeitenden voraus, die in den nächsten Wochen die Ausstellung begleiten werden. Mit einem Impulsvortrag führten Martina Plieth und Jonny Schmidt (B.A.Sozialwissenschaft) in die anschließende Vernissage ein. Zu ausgewählten Bildern waren Interviews mit einigen Kindern zu hören. Musikalisch begleitet wurde die Eröffnung mit virtuosen Beiträgen des Wittener Künstlers David Sogoan (Violine).

Die Ausstellung kann in den folgenden Wochen jeweils dienstags bis freitags von 16 bis 18 Uhr sowie sonntags nach dem Gottesdienst bis 12 Uhr besucht werden. Führungen für Schulklassen und Gruppen sind nach Vereinbarung möglich.

Anfragen können an Annette Wagner gerichtet werden – per E-Mail unter: info@traurig-mutig-stark.de oder telefonisch unter: (02302) 9826226.