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RaSiMuTa – es war zum Träumen schön!

Flott, beschwingt, mitreißend – so erlebten die Besucher die beiden Chöre der diesjährigen Radevormwalder Sing- und Musiziertage (RaSiMuTa). 60 Jugendliche aus ganz Deutschland und 30 Kinder feierten unter der musikalischen Leitung der Kölner Musiker Steffi Buyken und Bene Hölker (Jugendchor) und Evi Buyken (Kinderchor) über Pfingsten ein Glaubensfest, bei dem Gottes Geist „zum greifen nahe“ war.

Den Pfingstgottesdienst am Sonntag gestalteten die Chöre musikalisch. Pfr. Hinrich Schorling aus Witten (Theologische und organisatorische Leitung) ermutigte die Gemeinde als Predigt zu Hes.37,1-14: „So wie Hesekiel nicht Zuschauer der Vision bleibt, sondern den Triumph des Lebens über die Leichenteile ansagt, so ist es unsere Aufgabe, das Leben anzusagen, wo bisher noch der Tod herrscht. Wir sind Gottes Mitarbeiter, lassen uns von seinem Geist inspirieren, lassen uns ermutigen, bringen seinen Geist unters Volk! Wir sind Gottes Mitstreiter, durch seinen Geist, in Jesu Namen.“

Das diesjährige Motto DREAMER wurde in Andachten und Impulsen entfaltet. Im Abschlusskonzert am Pfingstmontag wurde es dann traumhaft. Mit den ausgewählten Stücken verband das Konzert Träume und Visionen mit Hoffnungen für eine bessere Zukunft, die irgendwann endgültig real wird in Gottes neuer Welt, wie Pfr. Schorling gegenüber selk-news erklärte. Eine Thematik, die zur Pfingstbotschaft passt, mit der Christen auf der ganzen Welt die Ankunft des Heiligen Geistes und somit die Geburtsstunde der Kirche feiern.

Die musikalische Auswahl zeigte einen interessanten Mix aus Klassik, Gospel, Jazz und Rock, aus den Federn ebenso bekannter wie unterschiedlicher Komponisten wie etwa Johann A. P. Schulz, Heinrich Schütz, Andrew Lloyd Webber oder auch Steven Tyler von der Rockband Aerosmith.

Aufgeteilt in verschiedene „#TraumRäume“ vermittelten der Chor musikalisch und Pfr. Schorling mit kurzen Impulsen die frohe Pfingstbotschaft, die Ankunft des Heiligen Geistes, die mit Hoffnung gleichgesetzt wird. In der heutigen Zeit, geprägt von kriegerischen Auseinandersetzungen, Hass und Hetze nicht die schlechteste Botschaft.

Das positive Gefühl vermittelten die Kinder und Jugendlichen besonders gut: Glasklare Stimmen, wunderbar kombiniert, der Anblick lächelnder junger Menschen, die der Inbegriff von Hoffnung und Zukunft sind und dazu wirklich tolle Stücke, die so manchen Besucher buchstäblich von der Bank rissen. Die Gospellieder wurden inbrünstig vom Publikum mitgesungen. Hin und wieder wurden Arme in die Luft geschwungen. Kleine Kinder im Publikum wippten angeregt durch die rhythmische Melodie heiter mit.

Ein besonderer Höhepunkt des Konzerts war zweifelsohne der Einmarsch der RaSiMuTa-Kids, 30 Kinder, die mit selbstbemalten T-Shirts voller Farben und Sterne und engelsgleichen Stimmen durch das Kirchenschiff zum Altarraum schritten. Begleitet wurden sie vom RaSiMuTa-Chor. Ein Gänsehautmoment, als sich die Stimmen dieser beiden Chöre mischten und plötzlich Seifenblasen über die Köpfe der Besucher schwebten. Eine Überraschung, die allen Anwesenden ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Fasziniert wie Kinder schauten sie den schimmernden und schwebenden Kugeln beim Sinken zu, berührten sie mit den Händen, versuchten sie vorsichtig aufzufangen. Und all das, während die Kinder freudig weitersangen.

Ein wunderbares Konzert für die Besucher, die beschwingt, beseelt und wieder voller neuer Hoffnung die Kirche verließen.

An die Eröffnung durch den Präses Matthias Leube schloss sich der ausführliche Bericht des Superintendenten Michael Otto an, der die Umbrüche im Kirchenbezirk vor den Herausforderungen der heutigen Zeit herausstellte. Bischof Hans-Jörg Voigt berichtete anschließend aus der Kirchenleitung von einer zunehmenden Zahl an schwierigen Personalangelegenheiten, konnte aber auch auf positive Anknüpfungspunkte in den Außenbeziehungen der Kirche und in der Ökumene verweisen.

An das Synodalreferat des Bischofs zum Thema „Meine Vision von unserer Kirche vor dem Hintergrund von Einheit und Polarisierung, vor allem bezogen auf die Frauenordination“ schloss sich eine lebhafte Diskussion an. Der Bischof stellte die Frage der Frauenordination in den größeren Zusammenhang der zunehmend säkularisierten Gesellschaft, was nicht nur in unserer kleinen Kirche, sondern in vielen anderen Bereichen und Kirchen zu schwierigen Auseinandersetzungen führe. Er rief auf zum christlichen Bekennen und zum Hören auf Gottes Wort in dieser sich schnell verändernden Gesellschaft. Mit dem Einhalten der bestehenden kirchenrechtlichen Ordnungen könne eine drohende Spaltung der Kirche abgewendet werden. Die Wortmeldungen der Synodalen stellten heraus, dass es sich bei der Frage der Frauenordination um eine zutiefst theologische Frage nach Gerechtigkeit und Anerkennung im Sinne der Botschaft Jesu handele und nicht um ein Einknicken vor dem Zeitgeist. Die Anwesenden waren sich einig, dass nicht Abschottung und Angst, sondern die Einigkeit in den grundlegenden Glaubensfragen, sowie das gegenseitige Verständnis die weiteren Gespräche lenken sollten.

Am Nachmittag standen dann die Finanzen sowie weitere Berichte aus Jugendarbeit, Kirchenmusik, Diakonie und Frauendienst auf dem Programm. Über die einstimmige Wahl des neuen Bezirks­jugend­pastors Per Tüchsen aus Münster freuten sich insbesondere auch die anwesenden Jugendvertreter. Mit besonderem Dank wurden die langjährigen Bezirksbeiräte Falk Steffen aus Witten und Renate Förster aus Düsseldorf, die dem Bezirk aber als Rendantin erhalten bleibt, verabschiedet. Neu in den Bezirksbeirat gewählt wurden Dr. Heidrun Lederbogen aus der neu gebildeten Einigkeitsgemeinde Bochum und Hartwig Ehlerding aus Witten.

Den geistlichen Schlusspunkt der Synode setzte ein Abendmahlsgottesdienst, der von Pfarrer Michael Bracht gehalten wurde, in dem auch der Jugendpastor und die neuen Bezirksbeiräte durch den Superintendenten eingesetzt wurden, und der buchstäblich mit Pauken und Trompeten des Bläserensembles unter Leitung von Kantor Thomas Nickisch endete.  

An vier Sonntagen, jeweils mit einem thematischen Schwerpunkt, werden die Kreuze auf die Stoffbahnen gemalt:

25. Februar: Flucht und Vertreibung (Blau und Lila)

10. März: Freude (Gelb)

14. April: Schutz und Trost (Rot)

9. Juni Hoffnung und Freude (Grün)

Eine umfangreiche Dokumentation und Bildergalerie kann hier abgerufen werden.