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Meditation zur Feuersäule

Lesung aus 2. Mose 13,17-22 (BasisBibel)

Als der Pharao das Volk ziehen ließ, führte Gott sie nicht durch das Land der Philister. Das wäre der kürzeste Weg gewesen, aber Gott dachte:»Wenn das Volk dort in einen Kampf verwickelt wird, könnte es den Auszug bereuen. Dann will es nach Ägypten zurückkehren.« Deshalb ließ Gott das Volk einen Umweg machen und führte es durch die Wüste zum Schilfmeer. Wie ein Heer zogen die Israeliten aus Ägypten. Mose nahm die Totengebeine Josefs mit. Denn Josef hatte die Israeliten schwören lassen: Wenn Gott euch einst zu Hilfe kommen wird, sollt ihr meine Gebeine mitnehmen.

Von Sukkot brachen die Israeliten auf und lagerten sich in Etam am Rand der Wüste. Der Herr ging ihnen voran. Tagsüber ging er in einer Wolkensäule voran, um ihnen den Weg zu zeigen –nachts in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten. So konnten sie Tag und Nacht gehen. Jeden Tag führte eine Wolkensäule das Volk, und jede Nacht führte es eine Feuersäule.

Meditation zur Feuersäule

Die Feuersäule. Ein noch ganz frisches Werk des Wuppertaler Künstlers und Pastors Michael Bracht, der uns dieses Exponat dankenswerterweise zur Verfügung stellt für heute und für die nächsten Wochen.

Groß ist sie und gut sichtbar. In lebendigen Farben des Feuers. Unten intensiv, so als würde das gerade trockenes Holz in Flammen aufgehen. Gelbe Farbtupfer leuchten hell. Von unten nach oben werden es immer mehr. Oben leuchtet es wir eine richtig große Kerze. Eine leuchtende Feuersäule, die in der Dunkelheit der Nacht gut sichtbar Orientierung gibt. – Stell dir vor, es wäre nicht Morgen, sondern tiefe Nacht. Alles ist stockdunkel und nur dieses eine Licht leuchtet.

Die Feuersäule gibt ein helles und doch angenehmes Licht. Das ist kein heller Scheinwerfer. Kein grelles Licht, das auch den letzten Winkel des Daseins noch ausleuchtet. Kein weißes Licht, das dich blendet und in den Augen schmerzt. Von innen her leuchtet es angenehm hell. Gott selbst ist in dieser Feuersäule gegenwärtig und geht seinen Leuten voran.

Der Herr geht ihnen voran … Jeden Tag führt er sein Volk in einer Wolkensäule, und jede Nacht in einer Feuersäule. 24/7. Tag und Nacht. Rund um die Uhr Gott mit uns unterwegs. Diese Zusage gilt! Oder?  –  Oder stimmen wir den Zweiflern zu, die sagen: „Für uns fühlt es sich eher so an, dass Gott diese Welt sich selbst überlassen hat. Von seiner Gegenwart ist doch gar nichts mehr zu spüren!“

Gott zeigt sich uns heute nicht so direkt und unmittelbar wie zu den Zeiten des Mose. Wir erleben ihn oft nicht als der Allmächtigen, der alles von oben her bestimmt. Seit der Katastrophe von Auschwitz ringen Christen und Juden mit der Frage, ob diese Vorstellung der Allmacht Gottes nicht schon immer ein falsches Bild von Gott gewesen ist.

Meditation zur Feuersäule

„Feuersäule“ Michael Bracht, Wuppertal 2021 Weitere Infos unter: www.kunstinkirchen.info

Seit den Zeiten von Jesus zeigt sich Gott eher als ein Weggenosse. Als einer, der unsere Wege mitgeht. Der die Not seiner Menschen nicht meidet, sondern dabei bleibt, wenn´s schwer wird. Der mitgeht und mitleidet. Der auch Wege durch die Wüste, durch die Kriegsgebiete, durch die Camps der Geflüchteten, durch die Hungergebiete, durch die Intensivstationen, durch die Depressionen mitgeht.

Der dabei bleibt, wenn es viele Gründe gibt zum Zweifeln und zum Klagen. Der diejenigen, die gegen die Not untätig bleiben, nicht entschuldigt, aber die leidenden tröstet und ihnen aufhilft. Der uns treu ist, wenn wir spüren, dass wir noch nicht im verheißenen Land angekommen sind.

In Jesus von Nazareth erkennen wir Gottes Liebe in Person, der die Not seiner Menschen sucht und nicht meidet, der mitgeht und mitleidet. Gott, der Menschen geworden ist, der unsere Nähe gesucht hat. Er hat sich in das Leben und in das Leiden hineinbegeben. Durch ihn wissen wir, dass Gott mit uns auf dem Weg ist. 24/7. Tag und Nacht. Rund um die Uhr. Warum? Weil er uns liebt. Und weil es überhaupt gar nichts gibt, dass uns von seiner Liebe trennen könnte.

Ja, es gibt Nachtzeiten im Leben, die endlos scheinen. Es gibt Verhältnisse in der Welt, die zum Himmel schreien. Es gibt Zeiten, die den Glauben an die Gegenwart Gottes schwer machen. Trotzdem ist Gott auch da an unserer Seite. Jesus am Kreuz – das ist das Zeichen der Erlösung. Es ist auch das Zeichen der solidarischen Nähe Gottes im Leiden.

Unsere Feuersäule heute ist Jesus am Kreuz. Ein sichtbares Symbol der Erlösung und auch der Solidarität Gottes mit allen, die Leiden. Menschen, Tiere, die ganze Schöpfung sehnt sich ja nach Erlösung. Allen gilt diese Zusage: Gott ist mit Jesus an unserer Seite. 24/7. Tag und Nacht. Rund um die Uhr Gott mit uns unterwegs.

Hinrich Schorling

Vielleicht hat es mancher bemerkt: Auf dem Kirchhof stehen gar keine Bienenstöcke mehr.

Traurig und hilflos habe ich im Spätsommer und Herbst mit ansehen müssen, wie unsere drei starken Wirtschaftsvölker und ein junger Zögling nach und nach schwächer wurden und es nicht mal bis zum Winter schafften. Im Mai und Juli 2020 hatten Sie uns noch so viele Kilos leckeren Honig eingebracht, waren emsig und sahen gesund und prächtig aus. Ich habe viel nach möglichen Gründen recherchiert und auch Rücksprache mit Imkerverband und erfahrenen Altimkern gehalten. Den Grund, warum unsere „Luther-Bienen“ im Herbst so schwach waren, dass sie sich am Ende nicht mal mehr gegen die tollkühnen Angriffe der Wespen zur Wehr setzen konnten, konnte ich leider nicht ergründen. Viele Ursachen scheinen zusammen dazu geführt zu haben. Denn normalerweise können sich starke und gesunde Bienenvölker locker gegen die Raubzüge der Wespen zur Wehr setzen. In unserem Fall aber hatte am Ende keines der Bienenvölker die Power dazu. Tag ein Tag aus flogen zig Wespen zu den Stöcken und „überfielen“ die geschwächten Völker. Noch bis in den November hinein räuberten die wesentlich kälterobusteren Wespen die Vorräte unserer Bienen. Die geschwächten Völker zogen auch im Herbst keine keine Winterbienen herab und so war schon im Oktober absehbar, dass es wohl keines der Völker bis zum Winter schaffen würde.

Zunächst sehr traurig und frustriert über diesen herben Verlust habe ich schnell beschlossen, dass ich in 2021 neustarten möchte. Mit möglichst vielen kleinen Völkern soll es im frühen Sommer wieder Bienensummen auf dem Kirchhof geben. Nur mit dem Honig wird es noch dauern. Denn die kleinen Völker müssen erst wachsen, bis sie in 2022 vielleicht stark genug sind und genug Honig sammeln werden, dass es auch für die Luthergemeinde reicht.

„Grundreinigung“ in den Bienenstöcken. Alte Waben wurden im Oktober entfernt, werden nun eingeschmolzen und zu neuem Wabenwerk verarbeitet. Imkern nach dem „cradle to cradle“ – Prinzip. Eine ganz schöne Fleißarbeit bei ca. 70 alten Rähmchen.

Gerade bin ich dabei, die alljährliche sehr mühsame „Hygienearbeit“ der Völker zu stemmen. Viele Stunden arbeite ich draußen bei kalten Temperaturen daran, alte Waben aus den Rähmchen zu kratzen, das Wachs einzuschmelzen und von alten Larvenhäutchen und Kotresten der Brut zu befreien. Das gereinigte Wachs wird dann wieder zu frischem Wabenwerk gepresst, was für die nächste Trachtsaison (den neuen Honig) gebraucht wird… Haustiere machen eben Arbeit

Für alle Unterstützung beim Imkern, für alle interessierten Fragen und jedes gekaufte Honigglas mit Spendenbeitrag bedanke ich mich ganz herzlich!

Eure Julsy

Immer wieder schön zu hören und auch zu sehen: unser Kirchengeläut. Einfach mal reinschauen und reinhören.

Die aktuelle Ausgabe kann ab sofort hier eingesehen werden.

Sie beinhaltet folgende Schwerpunkte:

  • Wo sind unsere Bienen hin? (Ein Beitrag von Julsy Steffen)
  • 125 Jahre Kreuzgemeinde Witten
  • Kommunikation in der Corona-Zeit
  • Neue Aufteilung der Seelsorgebezirke

Die Redaktion wünscht allen Leserinnen und Lesern viel Freude beim lesen dieser Beiträge!

Das Kirchenkollegium hat am 2. Februar beschlossen, auch im Februar am Sonntagmorgen um 10 Uhr in der Kirche eine Andacht zu feiern.

Dafür gelten folgende Regeln:

  • eine Voranmeldung ist nicht nötig
  • wir hören biblische Lesungen, einen geistlichen Impuls und wir beten gemeinsam
  • die Lieder werden nicht vorgesungen, sondern die Texte zur Musik verlesen
  • im Gottesdienst ist bitte ein Mund-Nase-Schutz zu tragen

Herzliche Einladung also zur Andacht.